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Die Story

Die ganze Welt in einem kleinen Töpfchen Senf!


,,Bei Fred"

Fred Kassen gab als Gründer, Texter, Komponist, Regisseur, Pianist und Direktor dem ersten Kölner Kabarett sein Gesicht. Im Jahre 1959 kam der gebürtige Rheinländer von München nach Köln zurück, überzeugt, dass sich in der Metropole des Karnevals die Zehnte Muse durchsetzen wird. Er war kein Neuling. Seit Ende der 20er Jahre wirkte Fred Kassen in der Musik- und Theaterszene, war seit 1935 Ensemblemitglied des Meister-Sextetts (ehemals Comedian Harmonists), Berlin. Nach dem Krieg gründete er die Pianobar ,,Bei Fred" am Tegernsee und eröffnete die Künstlerkneipe ,,Stachelschwein" in München-Schwabing. Daraus entstand die Münchner Lach- und Schießgesellschaft, deren Mitgründer Fred Kassen war.

 

Die Familie, seine Frau Alexandra, Sohn Klaus und Tochter Alexandra Franziska, folgten Fred Kassen nach Köln. Außerdem brachte er ein kleines Ensemble mit: Brigitte Mira, Heinz Junge, Gerd Martienzen und Bruno Pantel. Präsentiert wurden zeitgenössisches literarisch-politisches Kabarett, erotische ,,Chansons extra-ordinaire" (Helen Vita) und auch freche Boulevard-Stücke. Ein buntes Völkchen traf sich im Theater, es wurde diskutiert, kritisiert und gefeiert. Die Pionierarbeit von Familie Kassen ist aufgegangen. Der Senf schmeckte.

 

,,Es lohnt sich zu kosten, was unser Kölner literarisches Kabarett Senftöpfchen zu bieten hat" (Theo Burauen, Oberbürgermeister der Stadt Köln, 1964)

 

Im Jahre 1972 starb Fred Kassen.